LOGOPÄDIE

Was ist Logopädie?


Sprache und Kommunikation sind die wichtigsten Bestandteile des täglichen Lebens. Gehen diese verloren oder sind beeinträchtigt, kann das Leben der Betroffenen sehr eingeschränkt sein.
Für LogopädInnen steht daher die Erhaltung, Verbesserung und/oder Wiederherstellung menschlicher Kommunikation im Mittelpunkt Ihrer Arbeit.

Die Kernaufgaben der Logopädie umfassen die Diagnostik, Therapie, Beratung und Rehabilitation krankheitsbedingter Störungen des Sprechens, der Atmung, der Stimme, des Schluckens, der Mundfunktionen, des Hörvermögens und der Wahrnehmung und auch die Prävention in diesen Bereichen.

Die Behandlung wird vom Arzt verordnet und erfolgt in Form von Einzel- oder Gruppentherapie.


Wann hilft Logopädie?


Störungen des Spracherwerbs:

Störungen oder Verzögerungen der Sprachentwicklung können sich auf grammatikalischer und/oder lautlicher Ebene sowie im Bereich des Sprachverständnisses zeigen.

Myofunktionelle Therapie:

Begleitende Therapie vor, während und nach einer kieferorthopädischen Behandlung. Eine myofunktionelle Störung liegt vor, wenn im Mund- und Gesichtsbereich zu wenig oder zu viel Muskelkraft eingesetzt wird bzw. die Bewegungsabläufe der Muskulatur ungenügend koordiniert werden. Dies kann sich ungünstig auf die Zahnstellung auswirken. Eine enge Zusammenarbeit zwischen LogopädInnen und KieferorthopädInnen ist daher wesentlich für den Erfolg der Zahnregulierung.

Störungen im cranio-facio-oralen Bereich:

z.B. aufgrund von halbseitigen Gesichtslähmungen (Fazialisparesen), Trigeminusneuralgien oder bei Kiefergelenksbeschwerden und Spannungszuständen (Zähneknirschen, Zähnepressen, Kieferknacken, etc.)

Störungen der Atmung, der Stimme und des Stimmklanges

Stimmstörungen können sich durch Heiserkeit, Anstrengung bei längerem Sprechen, Räusperzwang, Mißempfinden (z.B. Kloßgefühl) bis hin zu Schmerzen im Hals- und Kehlkopfbereich oder völligem Ausbleiben der Stimme (Aphonie) zeigen. Dies kann organische Ursachen haben (z.B. bei Stimmlippenlähmungen/Recurrensparesen, Stimmlippenknötchen, etc.) bzw. auch nach Operationen auftreten sowie hormonell oder psychogen bedingt sein. Auch bei einem ungünstigen Stimmgebrauch (=funktionelle Stimmstörung) kann es vor allem bei Menschen in Sprechberufen zu einer Überlastung der Stimme und zu Erkrankungen des Stimmorgans kommen. Eine logopädische Behandlung kann hier durch gezieltes Training der Wahrnehmung, Atmung, Artikulation und Stimmgebung zu einer Verbesserung führen.

Störungen aufgrund neurologischer Erkrankungen und Beeinträchtigungen:

Aufgrund einer neurologischen Erkrankung kann es zu Sprach-, Sprechstörungen und Schluckstörungen in Folge eines Schlaganfalls, Schädel-Hirn-Traumas oder einer anderen neurologischen Krankheit (z.B. im Rahmen einer Demenz) kommen. Bei einer Aphasie (Sprachstörung) sind das Sprachverstehen und das Sprechen eingeschränkt. Zudem können auch das Lesen, Schreiben, Rechnen und Zahlenverständnis, die Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit etc. beeinträchtigt sein. Unter einer Dysarthrie versteht man Störungen der Atmung, der Stimme und der Sprechbewegungen. Bei einer Sprechapraxie ist die Planung der Sprechbewegungen eingeschränkt. Bei einer Dysphagie (=Schluckstörung) kommt es zu einer Beeinträchtigung des Schluckvorganges.

Störungen des Redeflussses:

Stottern, Poltern


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